Schultergelenk

Wie funktioniert die Schulter?

Die Schultern verbinden die Oberarme mit dem Rumpf. Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des Körpers – und das komplizierteste. In der Schulter treffen drei Knochen, fast ein Dutzend verschiedener Muskeln und viele Bänder und Sehnen aufeinander. Sie sind so miteinander verbunden, dass der Arm in fast alle Richtungen bewegt werden kann. Diese Beweglichkeit hat aber einen Preis: Die Schulter ist anfällig für Verletzungen. Und wenn in der Schulter Schmerzen auftreten, ist die Ursache nicht immer leicht zu erkennen.

Die ganze fasziniernde Geschichte der Schulterfunktion lesen Sie hier auf der Website gesundheitsinformation.de: https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-schulter.html

Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel und Knochen im Schulterbereich

Welche Funktion hat die Schultermuskulatur?

Ohne seine umgebende Muskulatur wäre das Schultergelenk ziemlich instabil – Grund dafür ist das Missverhältnis zwischen dem großen Gelenkkopf des Oberarms und der relativ kleinen und flachen Gelenkpfanne, die vom Schulterblatt gebildet wird. Die Schultermuskulatur macht zudem die umfangreichen Bewegungen der Arme und Schultern möglich wie zum Beispiel Drehen, Heben oder Senken. Hauptstabilisator ist dabei die Rotatorenmanschette, die den Oberarmkopf zentriert in der Gelenkpanne des Schulterblatts hält.

Je nachdem, welche Bewegung wir mit den Armen durchführen wollen, sind unterschiedliche Muskeln im Einsatz:

Seitliches Abspreizen der Arme (Abduktion):

  • Deltamuskel (Musculus deltoideus, Pars acromialis), wichtigster Muskel für die Abduktion
  • Obergrätenmuskel (M. supraspinatus)
  • Langer Kopf des Bizepsmuskels (Caput longum des M. biceps brachii)

Heranführen der Arme (Adduktion):

  • Großer Brustmuskel (M. pectoralis major)
  • Sehr breiter Rückenmuskel (M. latissimus dorsi)
  • Großer Rundmuskel (M. teres major)
  • Kleiner Rundmuskel (M. teres minor)
  • Hakenarmmuskel (M. coracobrachialis)
  • Kurzer Kopf des Bizepsmuskels (Caput breve des M. biceps brachii)
  • Trizepsmuskel (M. triceps brachii)
  • (Teile des Deltamuskels (Pars clavicularis und Pars spinalis))

Heben der Arme nach vorne (Anteversion):

  • Deltamuskel (M. deltoideus, Pars clavicularis)
  • Großer Brustmuskel (M. pectoralis major)
  • Bizepsmuskel (M. biceps brachii)
  • Hakenarmmuskel (M. coracobrachialis)

Heben der Arme nach hinten (Retroversion):

  • Deltamuskel (M. deltoideus, Pars spinalis)
  • Sehr breiter Rückenmuskel (M. latissimus dorsi)
  • Großer Rundmuskel (M. teres major)

Drehen der Arme nach außen (Außenrotation):

  • Deltamuskel (M. deltoideus, Pars spinalis)
  • Untergrätenmuskel (M. infraspinatus)
  • Kleiner Rundmuskel (M. teres minor)

Drehen der Arme nach innen (Innenrotation):

  • Deltamuskel (M. deltoideus, Pars clavicularis)
  • Unterschulterblattmuskel (M. subscapularis)
  • Großer Brustmuskel (M. pectoralis major)
  • Sehr breiter Rückenmuskel (M. latissimus dorsi)
  • Großer Rundmuskel (M. teres major)
  • Hakenarmmuskel (M. coracobrachialis)
  • Bizepsmuskel (M. biceps brachii)

Unsere Schultermuskulatur ist aber auch gefragt, wenn wir mit den Schultern zucken (Trapezmuskel), Liegestützen machen (kleiner Brustmuskel) oder in den Boxring steigen (Boxermuskel, Musculus serratus anterior).

Quelle: https://www.netdoktor.de/anatomie/schultermuskulatur/

Introduction to Anatomy – Movement

Eine Einführung in die anatomischen Fachausdrücke für die verschiedenen Bewegungsrichtungen und der Betrachtungsrichtungen

The Exam for Shoulder Pain – Stanford Medicine